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Eltern drehen Langzeitstudenten den Hahn zu

Darmstädter Beratungsunternehmen und IT-Dienstleister univativ präsentiert Ergebnisse der Studentenbefragung „unicensus“.

Darmstadt, 2. September 2008. Studenten in Deutschland - wie lange arbeiten sie parallel zum Studium und warum, wo finden sie ihre Jobs, was erwarten und wie leben sie? Antworten auf diese Fragen liefert die aktuelle Studie „unicensus“, eine Befragung von ca. 1.000 Studenten an 23 Hochschulen in Deutschland, die von univativ, einem Beratungsunternehmen und IT-Dienstleister aus Darmstadt, mit Unter­stüt­zung der Commerzbank durchge­führt wurde.

Bei der Finanzierung des Studiums stehen Eltern (46 Prozent) und Jobs (34 Pro­zent) an vorderster Stelle, BAföG folgt mit großem Abstand, Stipendien und Dar­lehen tragen kaum zum Lebensunterhalt während des Studiums bei. Allerdings fließt der familiäre Geldstrom von Semester zu Semester immer spärlicher und wird am Ende des zehnten Semesters abrupt um mehr als die Hälfte gekappt. Der Druck auf den akademischen Nachwuchs wächst, seinen eigenen Lebensunterhalt zu bestrei­ten, was sich in einer steigenden Wochenarbeitszeit parallel zum Stu­dium wider­spiegelt. Nur ein gutes Viertel (28 Prozent) der Studenten kann es sich leisten, gänzlich auf einen Studentenjob zu verzichten. Mehr als die Hälfte der Stu­denten (54 Prozent) arbeitet zwischen 5 und 20 Stun­den pro Woche. Die meisten der fünf Prozent „Workaholics“ unter den Studenten (mehr als 20 Stunden pro Wo­che) sind unter den höhe­ren Semestern zu finden. „Das Curriculum lässt zu Beginn eines Studiums wenig Luft. Hinzu kommt, dass der akademische Nachwuchs mit zuneh­mender Studien­dauer über mehr Know-how verfügt und somit als Arbeits­kraft für die Unter­nehmen inte­ressanter wird“, erklärt Olaf Kempin, einer von drei Ge­schäftsführern der univativ GmbH & Co. KG Darmstadt.

Praxis wichtiger als Geld

Als Motivation für den Studentenjob steht Geld erst an zweiter Stelle und wird mit 55 Prozent der Nennungen nur geringfügig bedeutender eingeschätzt als der mög­liche Einstieg in ein Unternehmen über einen Studentenjob (54 Pro­zent); dieser Sprungbrett-Aspekt gewinnt vor allem gegen Ende des Studiums an Ge­wicht. Bei Studentenjobs kommt es dem akademischen Nachwuchs vor allem darauf an, Er­fahrungen in der Praxis zu sammeln (73 Pro­zent). Dieser Aspekt ist besonders be­deutend vor dem Hin­ter­grund, dass 68 Pro­zent der Studenten sehr konkrete Vor­stellungen davon haben, in welchem Um­feld sie nach Abschluss des Studiums ar­beiten wollen – und zwar unabhängig da­von, ob sie parallel zum Stu­dium arbeiten oder nicht. Gut die Hälfte der Studenten (51 Prozent) hat kein Pro­blem, Job und Studium unter einen Hut zu bringen. „Unsere Erfahrung ist, dass Studenten, die erfolgreich Projekte in Unternehmen stemmen, auch ihr Studium zügig zum Ab­schluss bringen“, ergänzt Kempin. Das geht besonders gut, wenn man die Se­mes­terferien nutzt, um Praxisluft zu schnuppern, wie es 51 Prozent der Studenten tun. Erholung muss dabei nicht auf der Strecke bleiben. Nur einem Viertel der Stu­den­ten bleibt keine Zeit – oder kein Geld – für Urlaub. Gut die Hälfte (51 Prozent) der Befragten gönnt sich einmal im Jahr einen Urlaub und lässt ihn sich durch­schnitt­lich zwischen 300 und 1 000 Euro kosten.

Unternehmensimage für Studentenjob zweitrangig

Das Geld ist zwar nicht Triebfeder für den Studentenjob, wenn es aber darum geht, den Arbeitgeber auszuwählen, steht die Bezahlung an erster Stelle (vor allem bei den höheren Semestern), zusam­men mit der Möglichkeit, selbstständig zu arbeiten (jeweils 88 Prozent). Großen Wert legt der akade­mische Nachwuchs ebenso auf Teamarbeit und darauf, Verantwortung zu über­neh­men (jeweils 84 Prozent). Interna­tionale Aus­richtung, Image oder Sortiment des Unter­neh­mens sind nebensächlich.

Bei der Jobsuche bedient sich der akademische Nachwuchs hauptsächlich des In­ternets, wie die Spitzenplätze von Unternehmenswebsites (81 Prozent) und On­line-Jobbörsen (72 Prozent) als Informationsquelle belegen. Die Empfehlungen von Kommilitonen und Freunden (57 Prozent) werden wichtiger eingestuft als Aus­hän­ge an der Hochschule, Kontaktmessen und Medienberichte (jeweils 53 Prozent); Vorträge an der Hochschule und Unternehmensbroschüren spielen nur eine unter­geordnete Rolle, um sich über Studentenjobs kundig zu machen.
Die Frage nach den während der letzten zwölf Monate ausgeübten Tätigkeiten er­gab folgende

Hitliste der Studentenjobs:

  1. All­gemeine Büro­tä­tigkeiten (Sekretariat, Assistent(in) oder Hilfskraft)
  2. Kellner und Barkeeper
  3. Berater oder Kassierer im Einzelhandel
  4. Aushilfe in der Produktion/im Lager
  5. Verkäufer(in) im Einzelhandel
  6. Hilfskraft am Lehrstuhl (HiWi)
  7. Nachhilfelehrer(in)
  8. Buchhaltung und Einkauf
  9. Controller(in)
  10. Programmierer(in)

Studentenjobs schärfen den Blick

Bei der Einschätzung der Berufsaussichten nach Abschluss des Studiums zeigt sich ein differenziertes Bild. Grundsätzlich schätzen 79 Prozent der Befragten ihre Chancen als gut bis sehr gut ein. Mit zunehmender Erfahrung, sprich Anzahl aus­geübter Studentenjobs, sinkt dieser Wert. Männliche Studenten neigen im Ver­gleich zu ihren Kommilitoninnen zu mehr Zuversicht: Während lediglich 15 Prozent der Studentinnen ihre Chancen als sehr gut einstufen, ist dies bei 27 Prozent der männlichen Studenten der Fall.

Der kleine Unterschied

Ein Grund könnte darin bestehen, dass der Anteil arbeitender Studentinnen größer ist und somit mehr Frauen frühzeitig Einblick in die unternehmerische Realität be­kommen. Im Durchschnitt arbeiten Studentinnen fünf bis zehn Stunden pro Woche, obwohl sie mehr Unterstützung durch die Eltern erfahren als ihre männ­li­chen Kommilitonen (53 vs. 44 Prozent), die konsequenterweise auch mehr Zeit in Studentenjobs investieren müssen. Beim Ausgabeverhalten fällt auf, dass Stu­den­tinnen mehr sparen als ihre männlichen Kommilitonen und ihr Geld eher für Kla­motten ausgeben, während sich männliche Studenten Computer und Handys gerne etwas kosten lassen – feiern tun Student und Studentin gleichermaßen gern und am liebsten gemeinsam.

Weitere Informationen im Internet unter www.univativ.com.

Über die univativ GmbH & Co. KG

Die univativ GmbH & Co. KG setzt Studenten und Young Professionals, die ihre Qualifikation in einem mehrstufigen Auswahlprozess nachgewiesen haben, in Unternehmen ein, um kurzfristige Engpässe günstig und flexibel zu überbrücken, Routineaufgaben des Tagesgeschäfts zuverlässig und professionell zu erledigen oder komplexe innovative Lösungen zu entwickeln.

Fokussiert auf IT-Services & -Development, Business Assistance, Market Research und Engineering Support verknüpft univativ Elemente aus IT- und Personaldienstleistung mit den Vorzügen einer studentischen Unternehmensberatung zu einem einzigartigen Gesamtpaket mit doppeltem Nutzwert: Studenten und Young Professionals können ihre Ausbildung finanzieren und erste Karriereschritte gehen, indem sie ihre Praxiserfahrung erweitern und ihre Persönlichkeit entwickeln. Gleichzeitig profitieren die Unternehmen von engagierten Mitarbeitern mit aktuellem Wissen sowie von flexibler, bedarfsgerechter Unterstützung in gesicherter Qualität.

Am Firmensitz in Darmstadt sowie in den Niederlassungen in Düsseldorf, Hamburg, Karlsruhe, Mannheim, München und Stuttgart beschäftigt univativ derzeit rund 440 Mitarbeiter.

Weitere Informationen im Internet unter www.univativ.com.


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