Harte Zeiten für Uni-Absolventen? Wie die Krise den Berufseinstieg erschwert

Harte Zeiten für Uni-Absolventen? Wie die Krise den Berufseinstieg erschwert

In den letzten Jahren mussten die Unternehmen wortwörtlich um neue Talente kämpfen, da es zu einer riesigen Herausforderung geworden war, qualifiziertes Personal zu finden. Die Corona Krise kehrt dieses Phänomen nun um, denn die Branchen und Unternehmen verändern sich zu ihrem eigenen Schutz zunehmend. Das Volumen an neu ausgeschriebenen Positionen ist mager und somit sind die Berufseinsteiger einem harten Konkurrenzkampf ausgesetzt.

Arbeitsmarkt entwickelt sich in Richtung Arbeitgeberwelt 

Anders als noch vor ein paar Monaten, ist der Arbeitsmarkt nicht mehr von den Arbeitssuchenden bestimmt. Diese hatten, zwecks Fachkräftemangel, zuvor die Qual der Wahl hinsichtlich ihrer Unternehmenswahl. Doch durch Corona befinden sich viele Firmen in einer Krise: So ging es vor einem halben Jahr noch um Themen, wie die Digitalisierung oder Automatisierung, ist der Arbeitsalltag heute vom puren wirtschaftlichen Überleben gezeichnet. Aus diesem Grund wird aktuell kaum bis gar kein neues Personal eingestellt. Doch nicht nur das fehlende Geld bereitet den Unternehmen Sorgen. Auch die mögliche Infektion durch Außenstehende und somit die Gefahr der kompletten wirtschaftlichen Lahmlegung, ist oft Grund für gestoppte Einstellungsverfahren. 

Dabei betrifft diese Arbeitsmarkt-Krise nicht jeden Bereich. Für die einen (z.B. IT, Pharma) bedeutet die aktuelle Zeit eine große Karrierechance – für andere wiederum eine große Herausforderung.  

Besonders für Berufseinsteiger und Young Professionals eine schwierige Zeit. Gerade noch haben sie gelernt, Ihre Anforderungen an den Job hoch zu stecken und das beste Angebot für sich heraus zu kitzeln, müssen sie dieses Konzept wieder über Bord werfen, wenn sie trotz der Krise Fuß fassen möchten. Viele Themen Richtung ‘New Work’ werden aktuell gechallenged und spielen keine große Rolle in der Welt von Morgen, in welcher der Arbeitsmarkt so umkämpft ist. Auf einem Markt mit wenig Nachfrage, müssen sich junge Talente nun noch besser präsentieren als zuvor. Ein Softskill wird wichtiger denn je: Offenheit. Offenheit, für alles was kommt. Offen für neue unbekannte Wege. Offen sein für Verständnis. 

Berufseinstieg trotz Hindernissen? 

1. Irgendein Job ist auch keine Lösung 

Nur weil die aktuelle Lage gerade schwierig ist, bedeutet das nicht, dass Du jeden x-beliebigen Job annehmen solltest. Halte Deinen Fokus immer darauf, welcher Job wirklich langfristig zu Dir passt und Deinen Erwartungen ansatzweise entspricht.  

Wir empfehlen Dir eine Liste anzufertigen, mit allen Eigenschaften, die Dein Traumjob haben sollte. Wenn Du diese Liste hast gehst Du hin und markierst die Dinge, die für Deinen neuen Job unverzichtbar sind. Somit setzt Du Deine persönliche Zufriedenheitsgrenze. Sobald ein Job mindestens Deine Grundbedürfnisse erfüllt, kannst Du über eine Zusage nachdenken. Jeder weitere erfüllte Punkt auf Deiner Liste gibt natürlich einen Pluspunkt.  

2. Setze Dich mit Deinen Fähigkeiten auseinander 

Wenn Du genau weißt, wer Du bist und was Dich auszeichnet, fällt es Dir deutlich leichter dies auch bei Bewerbungen hervorzuheben. Durch eine verbessert Selbstpräsentation erhöhst Du Deine Chancen auf einen guten Job. Gerne kannst Du hier auch auf das Feedback von Familie und Freunden zurückgreifen – hier erhältst Du ein objektives Feedback und lernst vielleicht nochmal neue Seiten von Dir kennen.  

3. Stressfaktor minimieren 

Deine Kommilitonen haben alle schon einen Job gefunden und Du weißt immer noch nicht, wie es bei Dir weitergehen soll? Lass Dich von solchen Gedanken nicht stressen! Das macht Dich nur noch unglücklicher und setzt Dich unter Druck. Für diese Situation kann keiner etwas – es liegt also nicht an Dir, wieso Du gerade keinen passenden Job findest. Mit Gelassenheit und weniger Selbstdruck wirst Du Dich viel besser auf die Suche nach einem passenden Job konzentrieren können. Die unfreiwillig gewonnene Zeit kann Dir sogar nachträglich einen großen Vorteil verschaffen! 

4. Zeit für Weiterbildung nutzen 

Bleibt die Jobsuche aussichtslos, dann kann eine Weiterbildung die perfekte Lösung für Dich sein. Du hast einen Bachelor und wolltest eigentlich keinen Master machen? Vielleicht ist jetzt doch die passende Gelegenheit! Keine Lust auf Master? Wie wäre es mit einer Fortbildung zur Vertiefung Deiner Kenntnisse oder das Erlernen neuer Fähigkeiten! Online gibt es zahlreiche Angebote für sinnvolle Schulungen, die Du ganz bequem (und sicher) von zuhause aus absolvieren kannst.  

Diese Weiterbildung verschafft Dir bei der Jobsuche einen großen Vorteil. Die Personaler sehen Deinen Willen und wissen Deine neu erworben Kenntnisse garantiert zu schätzen. 

5. Realistische Anforderungen 

Dein Mindset spielt eine entscheidende Rolle bei der Jobsuche: Je mehr Du Dich selbst als “Opfer” der Lage betrachtest, desto mehr nimmst Du Dir und Deinen Fähigkeiten die Handlungsmöglichkeiten. Hab Geduld und vertraue auf das, was Du kannst. Früher oder später wirst Du Deinen Traumjob bekommen! Auch außerhalb der Corona Krise musst Du teilweise mehrere Wochen auf eine Rückmeldung zu Deiner Bewerbung warten.  

Fazit 

Die aktuelle Situation ist für uns alle nicht leicht. Das Wichtigste für Dich: Bleib entspannt und gib nicht auf! Alles kommt zu seiner Zeit. Der Arbeitsmarkt wird nicht für immer angespannt bleiben. Bleib am Ball, bilde Dich weiter und vertraue auf Dein Können!  

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