15 Tipps für Deine Steuererklärung – Sichere Dir den maximalen Betrag!

15 Tipps für Deine Steuererklärung – Sichere Dir den maximalen Betrag!

Geld verschenken ist nicht Dein Ding? Dann solltest Du unbedingt Deine Steuererklärung abgeben! Natürlich könntest Du Dir diesen Aufwand, sofern Du nicht zur Abgabe verpflichtet bist, sparen – jedoch geht Dir damit im Durchschnitt ein 4-stelliger Betrag durch die Lappen.  

1.Fristen einhalten 

Der erste Tipp klingt erst mal logisch und selbstverständlich. Dennoch: Bei einer nicht fristgerechten Einreichung Deiner Steuererklärung droht Dir eine Strafe mit mindestens 0,25 % Deiner Einkommenssteuer. Das Ganze gilt natürlich nur dann, wenn Du zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet bist. 

Solltest Du bereits vorher absehen können, dass Du Deine Steuererklärung nicht rechtzeitig einreichen kannst, solltest Du Dich damit direkt per Telefon oder Mail an das zuständige Finanzamt wenden. Wichtig: Eine Verschiebung der Frist wird nur dann genehmigt, wenn Du einen triftigen Grund hast – wie zum Beispiel eine schwere Krankheitsphase. 

2.Belege sammeln und aufbewahren 

Seit einigen Jahren ist es keine Pflicht mehr, Belege und Rechnungen für die aufgeführten Dinge beizulegen. Trotzdem solltest Du alle Rechnungen im Original sammeln. Das wird dann wichtig, wenn das Finanzamt Nachfragen zu Deinem Steuerbescheid haben sollte.  

3.Software oder App nutzen 

Deine Steuererklärung kannst Du mittlerweile ganz einfach mit einer Software oder sogar per App beantragen. Viele moderne Anbieter ermöglichen Dir das Berechnen Deiner möglichen Steuererstattungen innerhalb weniger Minuten. Sollte die Steuersoftware Geld kosten (meistens zwischen 20 und 40 Euro), dann kannst Du diese im nächsten Jahr in Deiner Steuererklärung absetzen. 

4.Rechnungen überweisen 

Rechnungen von haushaltsnahen Dienstleistungen, die Du von der Steuer absetzen möchtest, solltest Du immer per Überweisung oder Lastschrift bezahlen. Bar-Zahlungen können nicht berechnet werden!  

5.Lohnsteuerklassen prüfen 

Wenn Du schon länger verheiratet bist, dann solltest Du regelmäßig die Aktualität Deiner Lohnsteuerklasse checken. Dank des Ehegattensplittings ist es sinnvoll, die Kombination Eurer Lohnsteuerklassen stetig zu optimieren.  

6.Arbeitszimmer geltend machen 

Besonders in Corona-Zeiten könnte dieser Punkt von besonderem Interesse für Dich sein. Normalerweise kannst Du nur dann eine Steuerrückzahlung für Dein Homeoffice geltent machen, wenn Du ein abgetrenntes Arbeitszimmer besitzt. Dieses muss zu mindestens 90% für Arbeitszwecke genutzt werden. Durch die Bitte um Homeoffice durch die Regierung, kannst du für das vergangene Jahr ganz ohne eigenes Arbeitszimmer mit Rückzahlungen rechnen! 

7.Werbungskosten ausnutzen 

Bei den Werbungskosten kannst Du von Fortbildungsgebühren, über Arbeitsmaterialien bis hin zu Studienkosten alles angeben. Wichtig: Erst Ausgaben, die sich über den Pauschalbetrag von 1000€ summieren, wirken sich auf Deine Steuererstattung aus.  

8.Krankheitskosten 

Zu Krankheitskosten gehören zum Beispiel der Kauf einer Brille, Physiotherapie, Zahnarztkosten sowie sonstige außergewöhnliche Belastungen (Einzelfälle müssen geklärt werden). Auch hier gibt es eine individuelle Eigenbelastung, die für eine Steuererstattung überschritten werden muss. 

9.Reparaturkosten 

Handwerker, Haushaltshilfen & Co. (alles, dass rund um Haus oder Wohnung anfällt) kannst Du in Deiner Steuererklärung geltend machen! Jährlich kannst Du hier bis zu 20% der Kosten von einem Pauschalbetrag von insgesamt 6.000€ abrechnen. 

10.Ehrenamtspauschale 

Solltest Du Tätigkeiten im gemeinnützigen- oder kirchlichen Bereich ausüben und dafür eine geringe Entschädigung erhalten, so kannst Du diese in Deiner Steuererklärung geltend machen. Ein Betrag von bis zu 720€ im Jahr sind für Dich steuerfrei – bei Übungsleitern (z.B. Fußballtrainer) sind es sogar 2400€ jährlich. 

11.Sachspenden  

Natürlich kannst du auch Geld- beziehungsweise Sachspenden in Deiner Steuererklärung angeben und somit gewisse Beträge zurückerhalten. 

12.Kinder- und Tierbetreuung 

Auch für die Kinderbetreuung oder eine Tierbetreuung (darf auch von den Nachbarn o.ä. ausgeübt werden) kann in Deinem Steuerbescheid berücksichtigt werden. Weitere Kosten bei der Haustierhaltung, wie zum Beispiel das Futter o.ä., können nicht berechnet werden. 

13.Studienkredit/Duales Studium 

Sowohl einen Studienkredit, ein Duales Studium als auch ein Zweit- beziehungsweise Masterstudium kann Dir deutliche Steuervorteile verschaffen. In diesem Fall solltest Du wirklich Deine Steuererklärung ausfüllen und abgeben. Bei einem Zweitstudium (Master inbegriffen) kannst Du bis zu 50% Deiner Semestergebühren und die Kosten der Lernmittel zurückbekommen. 

Du möchtest mehr über eine Steuererklärung während des Studiums erfahren? Dann sieh Dir diesen Artikel an: 5 Gründe wieso Du als Student eine Steuererklärung machen solltest

14.Professionelle Hilfe suchen 

Selbstverständlich kannst Du dann den optimalen Betrag aus Deiner Steuererklärung erhalten, wenn Du Dir professionelle Hilfe suchst. Frag Deine Eltern oder Freunde und Bekannte, ob sie Dir eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater empfehlen können! 

15.Die Steuererklärung lohnt sich, wenn Du…

  • Berufseinsteiger bist und wegen Deinem Studienabschluss nicht das ganze Jahr berufstätig bist
  • Kirchensteuer bezahlst, gespendet, hohe Werbungskosten oder Sonderausgaben (Arbeitsweg, Fortbildungen, beruflich bedingte Kosten, Betreuungskosten für Kinder oder Haustiere, Ausbildungskosten usw.) hast.
  • Ein Zweitstudium oder Deinen Master absolvierst -> Werbungskosten 
  • Im letzten Jahr geheiratet hast (Der Vorteil ist besonders hoch, wenn Euer Einkommen unterschiedlich hoch ist)  
  • auf Deine Kapitalerträge die 25-prozentige Abgeltungssteuer bezahlst, – Deine Gesamteinkünfte sichern Dir jedoch einen niedrigeren Steuersatz. 

Weitere Beispiele

Neben diesen Beispielen gibt es zahlreiche weitere Gründe, eine freiwillige Steuererklärung einzureichen. Nachzahlung? Berufung einlegen und Steuererklärung widerrufen!  

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Wir machen keine Steuerberatung. Wir ersetzen keinen zertifizierten Steuerberater. Alle Angaben ohne Gewähr.