Networking – so baust Du schon während des Studiums ein berufliches Netzwerk auf

Networking – so baust Du schon während des Studiums ein berufliches Netzwerk auf

Du kennst sicher den Spruch “Verbindungen schaden nur dem, der keine hat”. Tatsächlich bringt Dich ein gutes und vertrauensvolles Netzwerk in jeder Phase deines Lebens weiter – im Job-Kontext aber ganz besonders. Wie Du Dir schon während Deines Studiums ein zuverlässiges Netzwerk aufbauen kannst, erfährst Du in diesem Artikel.

Bevor wir jetzt ins Detail gehen, müssen wir aber noch kurz die Begrifflichkeiten klären. Denn beim Netzwerken geht es um den Aufbau von Kontakten, sowohl im beruflichen als auch im privaten Sinn. Dabei ist es wichtig diese Kontakte aufrecht zu erhalten und sein Netzwerk zu pflegen. Du hast bereits ein Netzwerk, das aus Deinem Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis besteht. Möchtest Du es aber viel zielorientierter angehen, wirst Du wahrscheinlich mit Menschen aus Deinem Beruf oder Deiner Branche in Kontakt treten wollen. Um zielgerichtet zu handeln, ist es natürlich wichtig, dass Du Dein Ziel kennst und es anschließend mit der Unterstützung von anderen verfolgst. Im Folgenden stellen wir Dir verschiedene Möglichkeiten zum Aufbau Deines Netzwerks vor.

Messen und Events

Einer der besten Orte um neue Menschen kennenzulernen sind Messen und Eventveranstaltungen. Wenn Du ohnehin eine Branche oder ein Ziel vor Augen hast, kannst Du Dir bereits vorab passende Veranstaltungen raussuchen und besuchen. Oft sind die Tickets für Messen und Vortragsreihen für Studierende kostenlos oder stark vergünstigt. Auf diesen Veranstaltungen wirst Du auf viele Gleichgesinnte treffen. Lass´ Dich auf die Situation ein und nimm so viele Informationen, Ideen und Kontakte mit wie nur möglich. Stelle Fragen und lasse Dich von den Antworten inspirieren. Hier ist der Ort für gutes Netzwerken. Verwende diese Veranstaltungen aber nicht nur als Input, sondern stelle auch Dich selbst in Szene. Bereite Dich vor, indem Du beispielsweise Visitenkarten druckst oder Dir eine andere Art der einfachen Kontaktaufnahme überlegst. Sei selbstbewusst und stelle Deine Stärken vor. Es werden sich viele Gelegenheiten ergeben, andere von Dir zu überzeugen. Oft kann auch ein nettes Gespräch dazu führen im Kontakt zu bleiben oder das direkte Zugehen auf eine passende Person. Sei Du selbst, stets freundlich und aufmerksam. Vielleicht kommt ihr durch das Kennenlernen auf denselben Nenner oder ihr führt nur eine freundliche Unterhaltung – hier hast Du die Chance ganz ungezwungen zu entscheiden mit wem Du weiterhin in Kontakt bleiben möchtest und mit wem nicht.

Studentenverbindungen und Vereine

Schlagenden und nichtschlagenden Studentenverbindungen und Burschenschaften hängt immer noch ein ziemlich verstaubtes, oft konservatives Image an. Diese Vorurteile werden den modernen Studentenverbindungen und Burschenschaften jedoch nicht gerecht. Im Verband der Vereine Deutscher Studenten (VVDSt) werden zusammengeschlossene Verbindungen aufgelistet, die der demokratischen Grundordnung folgen. Üblicherweise können den im VVDSt organisierten Verbindungen nur männliche Studierende beitreten. Aber natürlich gibt es auch eine Alternative: den Verband der Studentinnenvereine Deutschlands (VStD), der dementsprechend nur Frauen aufnimmt. Beide Organisationen blicken auf eine lange Historie zurück. Die Mitglieder unterstützen sich nicht nur während des Studiums, sondern stehen sich auch im beruflichen Werdegang zur Seite. Einen besonderen Vorteil bieten Verbindungen gerade Studierenden in Großstädten mit begrenztem Wohnungsangebot: Die allermeisten Korporationen unterhalten in den deutschen Uni-Städten eigene Häuser, die nicht nur über einen Versammlungs- und Gemeinschaftsraum verfügen, sondern eben auch Wohnunterkünfte bereithalten.


Neben den klassischen Verbindungen gibt es an der Universität oder Hochschule noch viele weitere Vereinigungen. Oft bilden sich solche auch während Deiner Studienzeit. Halte die Augen offen für passende Netzwerke, in denen Du Dich gerne engagieren möchtest. Dort hast Du oft die Möglichkeit die Vereinigung mit aufzubauen und wichtige Rollen einzunehmen. Wenn Du in Deiner Hochschule keine passende Vereinigung findest, wird Dir sicherlich Google das nächstbeste Ergebnis liefern.

Sportvereine

Die meist zu Anfang des 20 Jahrhunderts gegründeten Sportvereine gelten in Deutschland als die Klassiker zum Aufbau von Freundschaften und beruflichen Netzwerken. Hier trifft man sich in einer lockeren und ungezwungenen Atmosphäre, geht der gemeinsamen Sportleidenschaft nach – und sitzt danach oft noch für ein paar Bier zusammen. Diese Rahmenbedingungen eignen sich hervorragend, um sich ein zuverlässiges Network aufzubauen, auf das man auch nach dem Studium zurückgreifen kann. Deine Sportsfreunde lernen Dich im Verein üblicherweise von der besten Seite kennen, wenn Du regelmäßig erscheinst, Verantwortung übernimmst und auch unter ungewöhnlichen Belastungen einen kühlen Kopf bewahrst. Diese Eigenschaften sind auch im Berufsleben sehr gefragt – und viele Personalverantwortliche oder Geschäftsführer denken ziemlich pragmatisch, wenn sie eine interessante Position zu besetzen haben. Wenn Du Dich bereits als zuverlässige, verantwortungsvolle und leistungsbereite Persönlichkeit in Stellung gebracht hast, hast Du sehr gute Chancen. Du solltest Deine berufliche Positionierung nur nicht zu offensiv vorantreiben, um nicht als aufdringlich wahrgenommen zu werden.

Unternehmernetzwerke, Gründerstammtische

Vielleicht hast Du ja schon bereits von Beginn Deines Studiums an im Sinn, Dich selbstständig zu machen oder ein Unternehmen zu gründen. In diesem Fall solltest Du Dir schon frühzeitig einen Gewerbeschein besorgen, um Dich einem Unternehmernetzwerk oder einem Gründerstammtisch in Deiner Region anzuschließen. Diese stehen sehr oft auch Angestellten und weiteren Interessenten offen. Diese Netzwerke verfolgen im Gegensatz zu den oben genannten Organisationen einen klaren Zweck: Hier steht neben der Weiterentwicklung unternehmerischer Skills klar die Gewinnung von Geschäftspartnern und/oder Kunden im Fokus. Dieser Schwerpunkt hat Vor- und Nachteile: Je nach Konzept der Netzwerke geht es eher förmlich zu, Business-Themen stehen im Zentrum der Gespräche. Wenn Du Dich eher ungezwungener und ohne Geschäftsfokus unterhältst und zwischen den Zeilen Dein zukünftiges berufliches Network aufbauen willst, solltest Du Dir einen anderen Wirkungskreis suchen. Hast Du aber keine Probleme damit, ohne Umschweife auf den Punkt zu kommen, bist Du hier goldrichtig – üblicherweise ergeben sich in diesem Kontext sehr viel schneller konkrete geschäftliche Kooperationen, Aufträge oder Anfragen. Aber auch hier solltest Du sehr darauf achten, als verbindliche, hilfsbereite und zuverlässige Persönlichkeit wahrgenommen zu werden. Bis auf die Gründerstammtische verlangen die allermeisten Unternehmernetzwerke aber auch Mitgliedsgebühren. Hier lohnt es sich, sorgfältig zu recherchieren, welchen genauen Zweck Du mit einer Mitgliedschaft verfolgen willst. Durchweg alle Networks bieten aber auch “Schnupperbesuche” und Probe-Mitgliedschaften an.  

Du bestimmst Dein Netzwerk

Neben den vorgeschlagenen Möglichkeiten zum Aufbau Deines Netzwerks ist es natürlich auch wichtig, dass Du an Dir arbeitest. Denn Du entscheidest wie Dein Netzwerk aussehen soll. Nimm Dir die Zeit um Deine Ziele niederzuschreiben und Deine Persönlichkeit zu reflektieren. Vielleicht gibt es bereits Menschen in Deinem Umfeld, die Dir weiterhelfen können oder das erreicht haben, was auch Du erreichen möchtest. Schaue Dir an wie sie ihre Ziele handhaben und lerne von ihnen. Frage sie ob sie Dein Mentor sein möchten und profitiere von ihren Erfahrungen. Oft kannst auch Du etwas beitragen, sei offen und biete Deine Hilfe an. Es hilft auch Gleichgesinnten von Deinen Zielen zu erzählen. Denn oft kennen auch sie jemanden, der Dir weiterhelfen kann. So baust Du aus eigener Kraft und interessanten Gesprächen Dein eigenes Netzwerk auf. Wie Du schon erkennst ist es dabei wichtig neugierig zu sein. Sei wissbegierig, offen und gehe auf Menschen zu. Das wird Dich nicht nur im eigenen Bekanntenkreis weit bringen, sondern diesen auch erweitern.

Fazit

Es gibt viele Möglichkeiten, Dich mit Menschen zu verbinden, die früher oder später wichtig für Dein berufliches Weiterkommen werden können. Klassische Hobby-Stammtische, Alumni-Netzwerke oder interessante Vortragsreihen sind nur einige. Aber auch Online Foren, Communities und Gruppen sind eine tolle Möglichkeit mit Menschen in Kontakt zu treten, die nicht in Deiner Nähe wohnen. Dein Netzwerk ist überall- Du musst nur offen genug sein und darauf vertrauen, dass Du Deine Ziele erreichst. Wenn Du an Dich glaubst, werden es auch die anderen tun. Denn nicht selten kommen die passenden Menschen und unglaublichen Möglichkeiten von allein.

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